Hallo Roomba,
Tschüss Staubsauger

Heutzutage können Autos selber parkieren, der Streaming-Algorithmus nimmt einem die Wahl der nächsten Serie ab und die Zutaten fürs Abendessen kommen fertig portioniert per Post, wenn man das denn möchte. Auch die eigene Wohnung wird immer intelligenter, vieles läuft automatisiert, man spricht vom «Smart Home». Doch die meisten Menschen staubsaugen immer noch selber. Warum eigentlich?

Vom Pferdewagen zum intelligenten Roboter

Die ersten Staubsauger wurden mit einem Verbrennungsmotor angetrieben und waren so gross, dass sie Ende des 19. Jahrhunderts mit einem Pferdewagen von Haus zu Haus gezogen wurden. Schon damals wird sich der eine oder andere einen Roboter gewünscht haben… Die Staubsauger wurden kleiner, Modelle ohne Kabel und Beutel folgten, aber bis zum Staubsaugerroboter dauerte es doch nochmal über 100 Jahre. Der erste Roomba Saugroboter von iRobot kamen 2002 auf den Markt, etwas mehr als 10 Jahre später kauften wir uns einen Roomba. Wir waren gerade von unserer verwinkelten Altbauwohnung mit hohen Türschwellen in eine grosse, moderne Neubauwohnung gezogen. Inklusive Baby und vielen Spielsachen.


Ein Roboter mit Charakter

Unser Roomba verrichtete mehr als 6 Jahre treu seine Dienste. So richtig smart war er aber nicht. Klar, er liess sich programmieren, aber das hätte ja geheissen, dass wir immer zur gleichen Zeit alle Spielsachen hätten wegräumen müssen. Das passte so überhaupt nicht in unseren chaotischen Alltag mit Baby und Kleinkind. Also starteten wir den Roomba jeweils manuell. Und liessen uns von ihm hypnotisieren. Scheinbar ohne Plan fährt der Roboter kreuz und quer durch die Wohnung. Natürlich gefühlt immer am Krümel vorbei. Und so bleibt man stehen und hofft, dass er den Dreck bei der nächsten Durchfahrt aufsaugt. Macht er natürlich nicht. Er dreht sich 2cm davor um und fährt seines Weges. Also wartet man erneut. Um unsere Nerven zu schonen, haben wir uns irgendwann angewöhnt, den Roomba nur noch einzuschalten (eine Mutprobe für die Kinder!), bevor wir unsere Wohnung verlassen. Der Roomba kann so ganz in Ruhe und ohne nervige Beobachter seine Arbeit machen. Diese erledigt er noch immer zuverlässig, aber es zeigen sich langsam Alterserscheinungen. Es kommt ab und zu vor, dass er seine Ladestation nicht mehr findet, und sich irgendwann mit traurigem Piepsen abschaltet.

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Willkommen bei uns iRobot Roomba 976

Mittlerweile ist sein Nachfolger bei uns eingetroffen. Zur Freude der Kinder ist er mehrsprachig und auch deutlich leiser im Betrieb. Ein Vorteil bei schreckhaften Kindern (oder Haustieren). Der Nerd in mir erfreut sich an der einfachen und intuitiven Steuerung über die Smartphone App. Diese ist sehr simpel einzurichten. Der Roomba 976 ist definitiv smarter als sein Vorgänger.

Egal wo ich bin, der Roomba saugt auf Befehl los. Auch Probleme meldet er neu per Push-Nachricht. Was das bringen soll? Bei unserem alten Roomba haben wir auch schon mal gründlich die Wohnung aufgeräumt – was mit zwei kleinen Kinder durchaus länger dauern kann – haben den Roomba gestartet und sind für eine Stunde auf den Spielplatz gegangen. Nur um nach unserer Rückkehr zu merken, dass sich der Roomba nach kürzester Zeit doch in einem vergessen gegangenen Spielzeug verheddert und seine Mission abgebrochen hatte.

Ist der Akku mal leer, fährt er rechtzeitig zurück zur Ladestation und saugt anschliessend weiter. Er weiss, wo es noch etwas zu saugen gibt, erkennt Orte, an denen es schmutziger ist als im Rest der Wohnung und er fährt viel zielgerichtet und in geraden Linien durch die Wohnung. Das chaotische Hin und Her ist vorbei.


Haarmonster? Die «Todeszone» unter dem TrippTrapp? Kein Problem.

Meine Frau und Tochter sind regelrechte Haarmonster. Sie haben viele dicke und lange Haare. Die sie gerne und oft in der ganzen Wohnung verteilen. Diesen Job meistert unser neuer Roomba bis jetzt bestens. Auch den Bereich unter dem TrippTrapp befährt und saugt er todesmutig. Wir überlegen aber trotzdem, uns noch einen Wischroboter zuzulegen. Mit dem neuen Braava jet Wischroboter würde unser Roomba übrigens direkt kommunizieren und die Reinigungszyklen aufeinander abstimmen.

Es gibt übrigens auch Roombas, die noch etwas smarter sind und ihre Behälter selber an einer Station leeren. Zusätzlich könnt ihr ihnen per App einzelne Zimmer eurer Wohnung zum Saugen zuweisen. Für unsere Bedürfnisse reicht der 976 aber aus. Schliesslich meistert er seinen Job tadellos, die Kinder mögen ihn inzwischen (ja, das war ein längerer Prozess), und uns bleibt mehr Zeit für die wirklich wichtigen Sachen im Leben.

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Ein Beitrag von:

Jérôme Lacourrège – mama rocks

Als stolzer Zweifach-Papa lebe ich mit meiner Familie in Zürich. Gemeinsam mit meiner Frau Deborah, schreibe ich im Blog mama rocks aus der Sicht als Mann und Vater über die grossen und kleinen Familien-Abenteuer.

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